Deutschlandpuls

So steht's um Deutschland.

Gegen religiös motivierte Gewalt

Wir sind gewiss nicht das Sprachrohr der Bundesregierung. Aus aktuellem Anlass ist es uns aber ein Bedürfnis, eine regierungsoffizielle Stellungnahme uneingeschränkt zu unterstützen. Wir geben Sie daher im Wortlaut, ohne jeden weiteren Kommentar, wieder:

“Aus Anlass eines gemeinsamen Besuchs in der Moschee am Columbiadamm in Berlin erklärten der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, und der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, heute (11.01.):

‘Alle Menschen in Deutschland haben das Recht, ihre Religion und Überzeugung frei zu leben. Für dieses Recht setzen wir uns weltweit ein. Der Staat, die Religionsgemeinschaften, aber auch die Zivilgesellschaft müssen für dieses Recht aktiv eintreten und es schützen.

Gewalt gegen Menschen, die ihren Glauben leben, ist in keiner Form hinnehmbar. Die sieben Anschläge auf Moscheen in Berlin in den letzten Wochen empören uns. Das gilt auch für die Drohungen, die es gegen koptische Christen in Deutschland gegeben hat.

Wer Gewalt in dieser Form ausübt, stellt sich gegen alle Menschen in Deutschland und die gemeinsamen Werte, die unserem Zusammenleben zugrunde liegen.

Angesichts einiger sehr harscher öffentlicher Äußerungen gegenüber Muslimen rufen wir ausdrücklich dazu auf, verbal abzurüsten. Wer sich öffentlich äußert, muss sich der Wirkung seiner Worte und seiner Verantwortung bewusst sein. Auch kontroverse Diskussionen müssen mit Respekt und menschlichem Maß geführt werden. Niemand darf sich zu Gewalt aufgerufen oder legitimiert fühlen.’ ”

(Quelle: Newsletter des Auswärtigen Amts)

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