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Die Bankenkrise ist ausgelutscht

Frankfurt Reflections

Image by crafterm via Flickr

Die Bankenkrise ist ausgelutscht. Jetzt, wo der Bürger jeden Tag mit neuen Hiobsnachrichten bedacht wird, ist es nur folgerichtig, die Informationen zu gruppieren und so verständlich aufzuarbeiten. Bei meiner morgendlichen Lektüre der Süddeutschen Zeitung fiel mir der Artikel „Finanzkrise in Kürze” besonders auf.

  • Welche Bank wie zusammenbricht spielt für den Normalbürger keine Rolle mehr.
  • Es gibt die Staatsgarantie für Einlagen, was Otto Normalverbraucher reicht.
  • Wo viel Geld, da ist auch viel Neid. Die Banker selbst erwartet kein Mitleid. Das Urteil der Massen ist schon gefällt: Sie fallen flach und landen dank der „Golden Parachutes” immer weich.

Daher braucht der Leser auch nicht mehr mit Informationen überflutet zu werden, die genau diese Ansichten widerspiegeln. Wenn die Krise alltäglich ist, dann doch lieber kurz und bündig.

Zuviel: Die Allianz macht Verlust, weil sie an der Dresdner Bank beteiligt ist, die Verlust macht. „Schon wieder ist eine Bank schuld!” Nur folgerichtig, dass die Allianz diese Bank an die Commerzbank verkaufen will. Diese macht auch Verlust. Der Verlust der Allianz wächst durch den Verkauf noch zusätzlich an, weil der Verkaufswert kleiner sein wird als der derzeitige Buchwert, was die Bilanz mit einem zusätzlichen Abschreibungsverlust belasten wird. Alles verstanden? Nee?

Dann doch lieber Kurzticker. Wichtig ist doch nur zu wissen, dass jeden Tag erneut zugeschlagen wird. Also morgen melden sich dann Hypo Real Estate, die Landesbanken (schon lange vermisst, Samstag das letze Mal gefeatured), BMW und Mercedes, sowie unser Nachrichtenstar, die KfW, wieder.

Heute übrigens erwischt es: die Allianz mit Verlust; die Post mit 33.000 weniger Stellen; die Parex Bank in Lettland, die verstaatlicht wird; Donald Trump, der die Deutsche Bank verklagt, weil er keinen Kredit für seinen Wolkenkratzer bekommt; Pleite der Franklin Bank und der Security Pacific Bank (USA); die amerikanischen Autohersteller, die sogenannten Big Three, die nach Staatskrediten röcheln; Die Credit Suisse, die Fonds mangels Nachfrage schließt und zu guter Letzt Peter Wuffli, der als ehemaliger Banker der UBS auf einen Teil seiner Ansprüche verzichtet. (Mehr habe ich mangels weiterer Zeitungen für heute nicht zusammengetragen).

Schlusslicht: Die Versetzung von Telekom-Schwerstbehinderten in Orte mit bis zu 4h zusätzlichem Anfahrtsweg. Das ist laut Schepper (Telekom-Vertrauensmann für Behinderte) die soziale Verantwortung. Denn Behinderte kann man trotz Finanzkrise nicht einfach kündigen.

Na dann Prost Mahlzeit!

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