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	<title>Deutschlandpuls &#187; Auf gut Deutsch</title>
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	<description>So steht&#039;s um Deutschland.</description>
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		<title>Guten Morgen! Guten Morgen!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 07:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Guten Morgen, guten Morgen, was heißt hier guten Morgen? Ich bin eigentlich nur aufgestanden, weil ich so dringend pinkeln musste. Und dann guck ich auf den Wecker, na super, ganz toll, kannste gleich aufgestanden bleiben. Eigentlich geh ich ja gerne arbeiten, bloß nicht so früh, so lange und nicht heute. Während ich so auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3704" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2010/02/Dpuls_Toblette_Bett-halb8.jpg"><img src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2010/02/Dpuls_Toblette_Bett-halb8.jpg" alt="Deutschland steht immer wieder auf" title="Dpuls_Toblette_Bett-halb8" class="size-full wp-image-3704" width="500" height="375"/></a><p class="wp-caption-text">Deutschland steht immer wieder auf</p></div>
<p>Guten Morgen, guten Morgen, was heißt hier guten Morgen? Ich bin eigentlich nur aufgestanden, weil ich so dringend pinkeln musste. Und dann guck ich auf den Wecker, na super, ganz toll, kannste gleich aufgestanden bleiben. Eigentlich geh ich ja gerne arbeiten, bloß nicht so früh, so lange und nicht heute. Während ich so auf dem Klo sitze, denn die Verdauung funktioniert früh ausgesprochen gut, denke ich an nichts, warum auch, geht mich alles nichts an. In der Erinnerung ist ja immer alles so schon bunt verzerrt. Als ich noch auf <a class="zem_slink" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hartz_concept" title="Hartz concept" rel="wikipedia">Hartz IV</a> war, war auch nicht alles toll, aber ich konnte wenigstens ausschlafen. </p>
<p>Egal, frühes Aufstehen war für mich schon immer eine Qual, schon zu Schulzeiten. Manchmal lauerte ich ängstlich im Bett und erwartete den Ruf der Mutter: „Aufsteeeeeeeeehn!!!“ <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Freddy_Krueger">Freddy Krueger</a> kratzt mit seiner Klingenhand an der Glasscheibe. Essen war fertig, wenn ich wie Robert De Niro in „<a href="http://www.imdb.de/title/tt0099077/">Zeit des Erwachens</a>“ grobmotorisch die Treppe runtergeschlurft kam. </p>
<p>Mutter rotierte bereits und war scheiße gut drauf: „Na, schön Schule heute?“ &#8211; „Ja, ist heut.“ Sätze werden noch nicht beendet. Ich widme mich den Schnittchen mit Gürkchenscheiben und Tomaten. Zeitnah hatte ich der Mutti beigebracht, dass wenn sie mich schon mit der Schultüte hingelockt hat, ich für die kommenden dreizehn Jahre jeden Morgen ein kulinarisches Feuerwerk erwartete. </p>
<p><span id="more-3703"></span></p>
<p>Bei meinem Vater war ich da nicht so erfolgreich, instinktiv muss der genau die Sachen kennen, die ich nicht esse. Es gab Wurst oder Blauschimmelkäse zentimeterdick zwischen Brot, als Klappvariante. Bei einem Gourmet führt das regelmäßig zu Würgekrämpfen. Kam aber zum Glück nicht so häufig vor, mein Vater schläft nämlich auch gerne lange. Manchmal, wenn ich am Wochenende früher wach war, kam selten vor, und durch die Tür lukte („Ich bin dein Vater!“), lag der immer da wie tot, und dann wie vom Defibrillator animiert das „Aufschnarchen“. Augen schauen mich mehr oder weniger an: „Was´n los?“ Ich schließe die Tür und summe: „Ja, er lebt noch, er lebt noch.“ Was es aber damals noch gar nicht gab. Gar nicht wird gar nicht zusammen geschrieben.</p>
<p>So weiter! Heute genauso, da muss ich mir halt selber die Schnittchen machen, aber niemand kann mir ins Handwerk pfuschen. Ich kann alles kombinieren, niemand sagt: „Das geht so nicht!“ Ich freu mich schon auf die ganzen Hackfressen in der S-Bahn, die auch alle keine Lust haben. Alle versuchen den Blicken der Anderen auszuweichen und wieder eins mit sich und der Umwelt zu werden. Irgendeiner hat gepupst, der Täter kann aber nicht enttarnt werden. Auf gefühlten 2 cm Bewegungsfreiheit – es könnte jeder sein. Die Maus neben mir sieht nicht schlecht aus. Frisch gewaschenes Haar, herrlich. Tokioter Verhältnisse laden zum Kuscheln ein. </p>
<p>Gleich steht mein Mitbewohner auf, der will früh auch schon immer reden und mich in Diskussionen verwickeln. Dabei läuft im Hintergrund Freejazz, ist nicht ganz so schlimm wie Deutschlandradio mit seinen pünktlichen Frühreportagen und besser als der lustige Arno, Klara Himmel und Jochen Trust, aber immer noch scheiße. Ich kann vor Zehn maximal den „Smooth Operator“ – ah, da fällt mir ein, <a href="http://www.sade.com/de/home/">Sade</a> hat ne neue Platte draußen. Die muss ich mir in <em>any case</em> mal orgeneisen. Na, ich muss dann mal los.</p>
<p><strong>Text + Foto</strong>: Tobias Kluge</p>
<div style="margin-top: 10px; height: 15px;" class="zemanta-pixie"><a class="zemanta-pixie-a" href="http://reblog.zemanta.com/zemified/79f81e12-38b6-41bb-9a3c-a073f9a97159/" title="Reblog this post [with Zemanta]"><img style="border: medium none ; float: right;" class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/reblog_c.png?x-id=79f81e12-38b6-41bb-9a3c-a073f9a97159" alt="Reblog this post [with Zemanta]"/></a><span class="zem-script pretty-attribution"><script type="text/javascript" src="http://static.zemanta.com/readside/loader.js" defer="defer"></script></span></div>
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		<title>Winterimpressionen im freien Fluss: Der See</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 06:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der See. Still und starr ruht er im Winter. Im Sommer spielen an den Ufern Kinder, Pärchen liegen verliebt am Strand, auf Decken mit Picknick-Körben, gefüllt mit Brot, Obst, kleingeschnittenem Gemüse, vielleicht ein Picolöchen oder ein Multivitaminsaft. Da gibt es Häppchen mit Käse und Wurst. Die Decken sind in der Regel weiß-rot-kariert, kleine Kinder mit Schaufeln in den Händen. Bauch, Sand und Kleckerburgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3679" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3679" title="Dpuls_Toblette_Winter-Enten" src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2010/02/Dpuls_Tobi_Winter-Enten-300x211.jpg" alt="Enten im Eis-freien Fluss" width="300" height="211" /><p class="wp-caption-text">Enten im Eis-freien Fluss</p></div>
<p><em>Der folgende Text ist ein Ergebnis Automatischen Schreibens. Die Überschrift als Stichwort war vorgegeben, die anschließende Wortfolge ergab sich durch das Niederschreiben frei fließender Gedanken, also nah am Puls.</em></p>
<p><strong>Der See</strong></p>
<p>Der See. Still und starr ruht er im Winter. Im Sommer spielen an den Ufern Kinder, Pärchen liegen verliebt am Strand, auf Decken mit Picknick-Körben, gefüllt mit Brot, Obst, kleingeschnittenem Gemüse, vielleicht ein Piccolöchen oder ein Multivitaminsaft. Da gibt es Häppchen mit Käse und Wurst. Die Decken sind in der Regel weiß-rot-kariert, kleine Kinder mit Schaufeln in den Händen. Bauch, Sand und Kleckerburgen. Zuweilen schwappen Wellen über die prallen mit Babyspeck überzogenen Beinchen, Teenager tollen im Wasser mit Bällen, Frisbees oder liegen faul auf Luftmatratzen und lassen sich treiben, stuken sich unter oder beeindrucken Mädchen bei inszenierten Wettkämpfen. Manchmal streifen Fische oder Wasserpflanzen Beine und Waden, dann wird geschrien, manchmal, je nach Boden, tritt man auf Steine oder Muscheln, taucht im trüben Wasser nach verlorenen Schätzen oder lässt sich von der Sonne einfach so braten.</p>
<p><span id="more-3678"></span></p>
<p>Aber jetzt ist Winter. Man kann nicht mehr erkennen, ob der See gefroren ist, wo das Ufer beginnt. Einige Baumstämme oder Pflanzen sind im Eis festgefroren. Trügerisch diese Ruhe, nie weiß man, ob die Eisdecke hält oder ob man wo einbricht. Schade eigentlich. Zum Schlittschuhlaufen fehlte mir immer die nötige Körperkoordination. Oder die Ausdauer, Entsprechendes zu erlernen. Während andere Eishockey spielten, stand ich gelangweilt am Rand und blickte wehmütig hinüber zu den Spielenden. Eisangeln fand ich immer cool, da ich dachte, da braucht man ja nur sitzen und was fangen, aber andererseits fand ich es auch doof, weil ich dachte, hey, wenn ich die ganze Zeit da sitze, das ist bestimmt kalt und so &#8230;</p>
<p><strong>Text + Foto</strong>: Tobias Kluge</p>
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		<title>Der Weltnabel-Almanach zum Download</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 09:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michel Deutscher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutschlandpuls hat in den vergangenen Jahren einen gut angenommenen Service etabliert. Am Ende eines jeden Monats fasst unser aufmerksamer Autor Chronix in der Rubrik „Zurückgezwinkert“ die wichtigsten Ereignisse zusammen. Im Dezember 2009 erschien nun der erste Jahresrückblick, als Druckversion. Den Deutschlandpuls Weltnabel-Almanach gibt es ab heute auch online und zum Download im pdf-Format. Mit Karikaturen von Rainer Hachfeld und Klaus Stuttmann, Glossen von Glossix sowie Fotos und Worte des Jahres von Andi Leser.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3637" class="wp-caption aligncenter" style="width: 289px"><a href="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2010/02/DPuls_Jahresrueckblick09_Web.pdf"><img src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2010/02/DPuls_Rückblick_Cover_klein-279x300.jpg" alt="Der Deutschlandpuls-Weltnabel-Almanach 2009" title="DPuls_Rückblick_Cover_klein" width="279" height="300" class="size-medium wp-image-3637" /></a><p class="wp-caption-text">Der Deutschlandpuls-Weltnabel-Almanach 2009</p></div>
<p>Deutschlandpuls hat in den vergangenen Jahren einen gut angenommenen Service etabliert. Am Ende eines jeden Monats gibt es in der Rubrik „Zurückgezwinkert“ eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse. Schön nach Datum sortiert und aufgelistet sowie mit heiter-tiefgründig-ironischen Anmerkungen versehen von unserem Autor Glossix/Chronix. </p>
<p>Zum Ausklang des Jahres 2009 hat sich die Deutschlandpuls-Redaktion gedacht, diese Monatsübersichten in einem separaten Nachschlagewerk zu versammeln. Der erste „Deutschlandpuls Weltnabel-Almanach“ war geboren und kann seit einiger Zeit als Druckversion im Onlineshop des <a href="http://www.schaltzeitverlag.de/books/deutschlandpuls-jahresruckblick-2009">Schaltzeit-Verlags</a> käuflich erworben werden.</p>
<p>Doch der Weltnabel-Almanach enthält nicht nur die gesammelten Monatsrückblicke von 2009, nein: obendrein gibt es Karikaturen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Hachfeld">Rainer Hachfeld</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Stuttmann">Klaus Stuttmann</a> sowie Fotos und Worte des Jahres von <a href="http://www.schaltzeitverlag.de/books/hinz-und-kurzgeschichten">Andi Leser</a>. <strong>Den kompletten Weltnabel-Almanach gibt es ab heute auch online</strong> und als Download im pdf-Format &#8211; und zwar hier! Einfach auf den Link unten oder das Bild oben klicken und eine Kopie auf dem heimischen Rechner speichern. So einfach ist das.</p>
<p><span id="more-3636"></span></p>
<p>Download: <a href='http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2010/02/DPuls_Jahresrueckblick09_Web.pdf'>Deutschlandpuls Weltnabel-Almanach (1,5 MB)</a></p>
<p>Viel Spaß mit dem Weltnabel-Almanach!</p>
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		<title>Im Namen des Wahren</title>
		<link>http://www.deutschlandpuls.de/im-namen-des-wahren-3625</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 07:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem fiel mir eine etymologische Karte in die Hände. Etymologie ist bekanntlich die Lehre von der Herkunft der Wörter. Wer die Herkunft der Wörter kennt, kann über deren ursprüngliche Bedeutung Auskunft geben. Und so haben die Macher besagter Karte diese eben ganz selbstbewusst als Atlas der wahren Namen betitelt. Plötzlich klingt alles höchst märchenhaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3626" class="wp-caption aligncenter" style="width: 565px"><img src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2010/02/Dpuls_2010_Weltbewohner-1.jpg" alt="Welt = Wohnsitz der Menschen" title="Dpuls_2010_Weltbewohner-1" width="555" height="402" class="size-full wp-image-3626" /><p class="wp-caption-text">Die Bezeichnung Welt meint Wohnsitz der Menschen.</p></div><br />
Vor kurzem fiel mir eine etymologische Karte in die Hände. Etymologie ist bekanntlich die Lehre von der Herkunft der Wörter. Wer die Herkunft der Wörter kennt, kann über deren ursprüngliche Bedeutung Auskunft geben. Und so haben die Macher besagter Karte diese eben ganz selbstbewusst als <a href="http://www.kalimedia.de/Atlas_der_Wahren_Namen.html">Atlas der wahren Namen</a> betitelt. </p>
<p>Plötzlich klingt alles höchst märchenhaft und poetisch. Aus Europa wird das Abendland, aus Asien das Morgenland und aus Afrika das Trockene Land. Wer möchte nicht auf der „Insel des Glücks“ wohnen (Sri Lanka) oder in einer Stadt, die sich „Die Fröhliche“ nennt (Bukarest)? Weiß jemand, was Deutschland eigentlich bedeutet? Ich staunte nicht schlecht, doch auf den zweiten Blick erschien mir das sehr logisch und konsistent. Doch gemach, gemach, die Auflösung kommt erst zum Schluss.</p>
<p>Manches kann sich der findige Hobby-Etymologe selbst zusammenreimen, zum Beispiel dass das marokkanische Casablanca übersetzt „Weißes Haus“ bedeutet. Oder die bulgarische Hauptstadt Sofia – man könnte auch „Weisheit“ dazu sagen. </p>
<p>Auffällig ist, wie stark die Betonung von Freiheit und Selbstbestimmung im Wesen mancher Kulturen verankert ist. Thailand, Frankreich und Schweden – all diese Ländernamen stehen sinngemäß für die Bezeichnung „Land der freien Menschen“. Bemerkenswert ist auch, wie viele Hauptstädte auf schlammigem Boden errichtet wurden und demzufolge einen glitschigen Namen tragen: Moskau (Die Morastige), Nairobi (Sumpfen), Berlin (Sumpfstadt) und Washington (Sumpfgut), wobei das mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_Washington">Washington</a> eher einem Zufall geschuldet ist. </p>
<p><span id="more-3625"></span></p>
<p>So manche Kapitale passt rein namenstechnisch ausgezeichnet zu ihrem Staat. Beispiel: Das Land der Reitervölker (Afghanistan) hat einen Ort namens „Warenlager“ zur Hauptstadt (Kabul). Schon gewusst, dass Sahara ursprünglich „Wüstenmeer“ bedeutet, welches das „Land der Inseln“ (Algerien) sowie das „Herz des Meeres“ (Libyen) gleichermaßen mit Sand umspült?</p>
<p>Nun zur Auflösung. Deutschland ist das – „Volksland“. Ausgerechnet. Ein Wort, welches in den letzten einhundert Jahren so oft missbraucht wurde, dass es heute so manchem selbst bei der Formel „Im Namen des Volkes“ sauer aufstößt. Deutschland kommt vom althochdeutschen <em>diot</em> bzw. <em>thiuda</em> für Volk, welches so ähnlich auch in Dieter oder Dietrich vorkommt. </p>
<p>So einfach ist das. Wir sind das Volk. Wir sind das Land.</p>
<p><strong>Foto</strong>: Alex Fromm</p>
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		<title>Worte des Jahres: Wachstums-beschleunigungsgesetz</title>
		<link>http://www.deutschlandpuls.de/worte-des-jahres-wachstumsbeschleunigungsgesetz-3369</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 11:49:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das: von der schwarzgelben Bundesregierung beschlossenes Regierungsprogramm, das ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum per Beschluss verordnet. Personen, die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignright size-medium wp-image-3370" title="Wachstum 2009" src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2009/11/wachstum-300x225.jpg" alt="Wachstum 2009" width="300" height="225" />Wachstumsbeschleunigungsgesetz</strong>, das: von der schwarzgelben Bundesregierung beschlossenes Regierungsprogramm, das ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum per Beschluss verordnet. Personen, die jemanden beherbergen, etwas unternehmen, Kinder haben oder erben, sollen steuerlich besser gestellt werden. Dem Staat erwachsen dadurch Steuerausfälle von mind. einer Milliarde Euro. Kritiker glauben, dass damit lediglich die staatliche Steuerschuld anwächst und beschleunigt wird.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/wahlkampf09/4036278949/" target="_blank">wahlkampf09</a></p>
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		</item>
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		<title>Wirtschaft, Politik und Sprachtabu</title>
		<link>http://www.deutschlandpuls.de/wirtschaft-politik-und-sprachtabu-768</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 09:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Walther</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie wir alle wissen, hat die Bundesregierung als Antwort auf die weltweite Krise erst einmal ein Finanzpaket geschnürt. Als deutlich wurde, dass damit ein Übergreifen besagter Krise auf die Realwirtschaft nicht verhindert werden könne, wurden auch zu deren Gunsten Maßnahmen erwogen. Eine vorhersehbar schwierige Geburt, zweifelsohne. Erstaunlicherweise tut man sich aber mit der Frage, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_777" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img class="size-full wp-image-777" title="Das Konjunkturpaket" src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2008/11/konjunkturpaket.jpg" alt="Das Konjunkturpaket" width="470" height="367" /><p class="wp-caption-text">Das Konjunkturpaket</p></div>
<p>Wie wir alle wissen, hat die Bundesregierung als Antwort auf die weltweite Krise erst einmal ein Finanzpaket geschnürt. Als deutlich wurde, dass damit ein Übergreifen besagter Krise auf die Realwirtschaft nicht verhindert werden könne, wurden auch zu deren Gunsten Maßnahmen erwogen.</p>
<p>Eine vorhersehbar schwierige Geburt, zweifelsohne. Erstaunlicherweise tut man sich aber mit der Frage, wie man das Kind am Ende nennen solle, fast genauso schwer wie mit der Entbindung.</p>
<p>Begriffe wie „Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaftskraft der Unternehmen“, „Unterstützung der Binnennachfrage“, „Anreize“ zu diesem und „flankierende Maßnahmen“ zu jenem machten die <span class="zem_slink">Runde</span>. Nur ein Begriff durfte um Gottes willen nicht verwendet werden: „Konjunkturprogramm“.</p>
<p><span id="more-768"></span></p>
<p>Konjunkturprogramme sind nach herrschender Lehre des Teufels. Sie sind kostspielig und ineffizient. Verpuffen sinnlos. Strohfeuer. Verschwendung von Steuergeldern. So schallt es aus den am lautesten und häufigsten zu hörenden Gebetsmühlen.</p>
<p>Diese Aussagen haben in Hinsicht auf verschiedene Programme der Vergangenheit wohl ihre Berechtigung. Doch wenn Resultate konkreter Analysen zu liturgischen Formeln mutieren, dann besteht die Gefahr, dass Dogmatik an die Stelle von vorurteilsfreiem Denken tritt.  Das Sprachtabu wird zum Denkverbot. Es besteht die Gefahr, dass man so die nun mal fällige Gesamtkonzeption verfehlt und stattdessen lediglich eine Fülle von Einzelmaßnahmen ergreift.</p>
<p>In zunehmendem Maße ist nun aber vom „Konjunkturpaket“ die Rede: als Analogiebildung zum „Finanzpaket“ nahe liegend. Vielleicht steckt im Paket auch genauso viel koordiniertes Vorgehen wie im vermeintlichen Unwort Programm. Man würde dann lediglich ein Ersatzwort gebrauchen, um das Tabuwort zu vermeiden und damit nicht die Geister der Vergangenheit (sprich: die vermeintlichen oder realen schlechten Erfahrungen) heraufzubeschwören. Das wäre in unseren doch so aufgeklärten Zeiten zwar etwas lächerlich, aber nicht weiter schlimm. Oft verweist die Scheu, die Dinge beim Namen zu nennen, aber auf ein Zurückschrecken davor, sie konsequent und frei von Denkklischees anzugehen. Das aber können wir nicht gebrauchen.</p>
<p>Illustration: <a title="Homepage von Kenny Cole" href="http://www.kennycole.com/" target="_blank">Kenny Cole</a></p>
<div class="zemanta-pixie" style="margin-top: 10px; height: 15px;"><a class="zemanta-pixie-a" title="Zemified by Zemanta" href="http://reblog.zemanta.com/zemified/5375b05d-e8c8-40eb-8e1d-75c0919dbcc8/"><img class="zemanta-pixie-img" style="border: none; float: right;" src="http://img.zemanta.com/reblog_c.png?x-id=5375b05d-e8c8-40eb-8e1d-75c0919dbcc8" alt="Reblog this post [with Zemanta]" /></a></div>
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		<title>Das schönste Tätigkeitswort 2008</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 07:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michel Deutscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf gut Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Beiwörter]]></category>
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		<category><![CDATA[Timo Rehm]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie schon häufiger hier und anderswo kolportiert, wurde im Jahr 2004 das schönste deutsche Wort gesucht. Gemeint war damit das schönste deutsche Hauptwort. &#8220;Habseligkeiten&#8221; hat damals das Rennen gemacht. Doch &#8220;das war vor Jahren&#8221; (Fehlfarben). Nun ist es an der Zeit, sich auch mal um die anderen Mitglieder der gesprächigen Familie Wort zu kümmern, denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon häufiger <a href="http://www.deutschlandpuls.de/mit-einem-satz-auf-den-ersten-platz-80">hier</a> und <a title="Google-Suche" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;rlz=1B2GGFB_deDE209DE210&amp;q=Das+sch%C3%B6nste+deutsche+Wort&amp;btnG=Suche&amp;meta=" target="_blank">anderswo</a> kolportiert, wurde im Jahr 2004 <a title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6nstes_deutsches_Wort" target="_blank">das schönste deutsche Wort</a> gesucht. Gemeint war damit das schönste deutsche Hauptwort. &#8220;Habseligkeiten&#8221; hat damals das Rennen gemacht. Doch &#8220;das war vor Jahren&#8221; (<a title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlfarben" target="_blank">Fehlfarben</a>). Nun ist es an der Zeit, sich auch mal um die anderen Mitglieder der gesprächigen Familie Wort zu kümmern, denn schließlich gilt seit dem 18. August 2006 in Deutschland das <a title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Gleichbehandlungsgesetz" target="_blank">Gleichbehandlungsgesetz</a>.<br />
<span id="more-225"></span><br />
Zu den lieben Verwandten zählen die Bei-, Neben-, Für- und Tätigkeitwörter. Im letzten Jahrhundert nannte man diese auch schon mal <a title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adjektiv" target="_blank">Adjektive</a>, <a title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nebenwort" target="_blank">Adverbien</a>, <a title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pronomen" target="_blank">Pronomen</a> und <a title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verben" target="_blank">Verben</a>, doch seit der anhaltenden Eindeutschungswelle gibt es für diese Bezeichnungen kaum noch Befürwörter.</p>
<p>Da die deutsche Wirtschaft momentan nur so brummt und alle Hände voll zu tun haben, sucht Deutschlandpuls hiermit <strong>das schönste deutsche Tätigkeitswort</strong>. Weil wir die Fehler anderer nur ungern wiederholen möchten, nehmen wir uns den Rat des Nachwuchsschriftstellers <a href="mailto:timorehm@hotmail.com">Timo Rehm</a> (&#8220;Die Bananen bleiben hier!!&#8221;) an den <a href="http://www.deutschersprachrat.de/" target="_blank">Deutschen Sprachrat</a> gern zu Herzen: &#8220;Warum habt ihr nicht erst mal das schönste oder witzigste Wort <em>des Jahres</em> gewählt?&#8221;</p>
<p>Wie heißt also nun das schönste deutsche Tätigkeitswort des Jahres 2008? Diese Frage ist nur schwer zu klären, im Deutschen gibt es einfach so viele gemütlich und niedlich klingende Verben. Arbeiten gehört merkwürdigerweise nicht dazu, dabei ist es die Grundlage allen Seins. Es folgt eine Vorauswahl:</p>
<p><strong>aufhübschen</strong> &#8211; etwas verschönern</p>
<p><strong>bewerkstelligen </strong>– etwas zustande bringen</p>
<p><strong>kippeln </strong>– (eine Vokabel aus dem Schüleruniverbum) einen Stuhl auf beide Beine stellen</p>
<p><strong>linsen </strong>– (eine Vokabel aus dem Schüleruniverbum) wird auch als &#8220;schmulen&#8221; oder &#8220;luschern&#8221; bezeichnet</p>
<p><strong>liebäugeln </strong>– schöne Augen machen</p>
<p><strong>mausen </strong>– auch: mopsen, stehlen, klauen (Übrigens keine Tätigkeit von Mäusen, nur die Katze lässt das Mausen nicht.)</p>
<p><strong>mümmeln </strong>– einem Kaninchen oder Meerschweinchen gleich Mohrrüben oder Brot schnurpsen</p>
<p><strong>rütteln </strong>– taucht meist in Verbindung mit seinem Wortzwilling &#8220;schütteln&#8221; auf und dient dem Aufwecken des Schläfers oder zum Abschütteln von Fallobst (Rüttle und schüttle mich!)</p>
<p><strong>schlürfen </strong>– meint sowohl das langsame Gehen mit permanentem Bodenkontakt als auch das laut vernehmliche Trinken heißer Getränke</p>
<p><strong>schlummern </strong>– leicht einschlafen und dahindämmern (Die Schlummertaste am Wecker ist völlig nutzlos, da man ja niemals auf Knopfdruck einschläft.)</p>
<p><strong>schmauchen </strong>– Als wären die beiden Genießerverben &#8220;schmausen&#8221; und &#8220;rauchen&#8221; eine Verbindung eingegangen und hätten dieses Wort hervorgebracht. Wegen krebserzeugender Wirkung befindet sich dieses Wort auf dem absterbenden Ast des <a href="http://www.logopaediewiki.de/wiki/sprachbaum">Sprachbaums</a>.</p>
<p><strong>schmuggeln </strong>– eine geheimnisvolle und sogar kriminelle Tätigkeit, die ach-so-schön klingt (auch im Englischen: to smuggle).</p>
<p><strong>schuckeln </strong>– (eine Vokabel aus dem Schüleruniverbum) findet Verwendung, wenn jemand beim Schreiben angestoßen bzw. gestört wird</p>
<p>Weitere Anregungen und Vorschläge sind herzlich willkommen &#8211; als Kommentar! Zu gewinnen gibt es auch etwas, nämlich ein erhöhtes Sprachbewusstsein.</p>
<p>Auf geht&#8217;s: Losgedacht und mitgemacht!</p>
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		<title>Globabylon: Umgang mit Sprache</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 07:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Glossix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf gut Deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Wo befinden wir uns hier? Na, wohl in Großbritannien. Kurz vor Eröffnung eines italienischen Cafés. Nix Besonderes. Wozu also dieses banale Foto? Banal mag’s ja sein. Aber irgendwie hat’s irgendwo doch seinen Charme, dass ein italienisches Lokal mitten in der deutschen Hauptstadt – denn daher stammt die Aufnahme – an prominenter Stelle, gleich neben den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-326" title="2008-04-24_dpuls_globabylon-1" src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2008/04/2008-04-24_dpuls_globabylon-1.jpg" alt="" width="479" height="377" /></p>
<p>Wo befinden wir uns hier? Na, wohl in Großbritannien. Kurz vor Eröffnung eines italienischen Cafés. Nix Besonderes. Wozu also dieses banale Foto?</p>
<p>Banal mag’s ja sein. Aber irgendwie hat’s irgendwo doch seinen Charme, dass ein italienisches Lokal mitten in der deutschen Hauptstadt – denn daher stammt die Aufnahme –  an prominenter Stelle, gleich neben den „Linden“, in englischer Sprache wirbt.</p>
<p>Was lernt uns das? Sind die Italiener (auch) so anglisiert, dass sie ihre eigene Sprache aufgeben? Soll nur internationales Publikum angesprochen werden? Oder halten die Italiener Deutsche für so snobistisch, dass man sie nur noch auf Englisch erreicht? Wollen Sie unseren Stolz auf „<a href="http://www.deutschlandpuls.de/category/made-in-germany" target="_self">Made in Germany</a>“ spielerisch für sich vereinnahmen? Sind gar Anklänge an die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gem%C3%BCtlichkeit" target="_blank">Gemoodlichkeit</a> erwünscht? Ist&#8217;s was von alledem &#8211; oder sind das alles nur Hirngespinste eines überspannten Sprachlers?</p>
<p><span id="more-323"></span></p>
<p>Entscheiden Sie’s selbst &#8230;</p>
<p style="text-align: right;">&#8230; meint Glossix.</p>
<p>PS: Falls Sie bezweifeln, dass das Foto überhaupt aus Berlin stammt: nachstehend ein ego-zentrisches Selbstproträt des kopflosen Fotografen vor dem Plakat. Das Parkhaus aus echt Platte verdeutlicht, wo wir sind. Und die Volvic-Flaschen hinter der Scheibe machen das Ganze gleich noch einen Tick polyglotter.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-327" title="2008-04-24_dpuls_globabylon-2" src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2008/04/2008-04-24_dpuls_globabylon-2.jpg" alt="" width="480" height="320" /></p>
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		<title>Eindeutschung März&#8217;08</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 16:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf gut Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Abzocknummer]]></category>
		<category><![CDATA[Eindeutschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ergebnis: Im Februar hatte die Aktion Lebendiges Deutsch eine Eindeutschung für &#8220;Hotline” gesucht. 2833 Eindeutschungsvorschläge gingen bei der Aktion ein. Von &#8220;Abzocknummer&#8221; über &#8220;Frustschnur&#8221; und &#8220;Geduldsfriedhof&#8221; bis &#8220;Zeitverschwendung&#8221; reichte der originelle Einfallsreichtum der Einsender. Davon beeindruckt blieb die Jury etwas unentschlossen und meint lediglich: &#8220;Hotline&#8221; ist einfach eine Telefonnummer, die sich wichtig macht. Empfehlung: Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ergebnis</strong>: Im Februar hatte die Aktion Lebendiges Deutsch eine Eindeutschung für &#8220;Hotline” gesucht. 2833 Eindeutschungsvorschläge gingen bei der Aktion ein. Von &#8220;Abzocknummer&#8221; über &#8220;Frustschnur&#8221; und &#8220;Geduldsfriedhof&#8221; bis &#8220;Zeitverschwendung&#8221; reichte der originelle Einfallsreichtum der Einsender. Davon beeindruckt blieb die Jury etwas unentschlossen und meint lediglich: &#8220;Hotline&#8221; ist einfach eine Telefonnummer, die sich wichtig macht.</p>
<p><strong>Empfehlung</strong>: Das Angebot des Monats März lautet: &#8220;give-away&#8221; ist natürlich ein &#8220;Werbegeschenk&#8221;.</p>
<p><strong>Eindeutschung</strong>: Das Suchwort für den Monat März ist diesmal eine Wortgruppe. &#8220;All you can eat&#8221; &#8211; eine modische Redensart, für die sicher ein griffiger pfiffiger deutscher Spruch zu finden ist. Meinungen und Vorschläge bütte bis zum 25. März 2008 an die <a href="http://www.aktionlebendigesdeutsch.de/wortdm.php" title="Aktion Lebendiges Deutsch" target="_blank">Aktion Lebendiges Deutsch</a>.</p>
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		<title>Poems for Pumps</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 08:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michel Deutscher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Foto: Der deutsche Michel Selbstverständlich ist Deutsch in diesem Blog die main language, aber hin und wieder kommen auch mal einige Gastsprachen zu Wort. Heute: Angelsächsisch. In den frühen Morgenstunden (= Polizeideutsch) entdeckte ich an einer Hauswand in Frankfurt (Oder) dieses gemeinhin mit &#8220;Straßenkunst&#8221; bezeichnete Machwerk. Zwei Schuhe, auch Pumps genannt, unterhalten sich in Reimform [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deutschlandpuls.de/pumps-for-poems-254" title="Pumps for Poems"><img src="http://www.deutschlandpuls.de/wp-content/uploads/2008/02/2008-02-26_dpuls_crewgedicht.jpg" alt="Pumps for Poems" /></a><br />
<strong>Foto</strong>: Der deutsche Michel</p>
<p>Selbstverständlich ist Deutsch in diesem Blog die <em>main language</em>, aber hin und wieder kommen auch mal einige Gastsprachen zu Wort. Heute: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altenglische_Sprache" title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" target="_blank">Angelsächsisch</a>. In den frühen Morgenstunden (= Polizeideutsch) entdeckte ich an einer Hauswand in Frankfurt (Oder) dieses gemeinhin mit &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Streetart" title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" target="_blank">Straßenkunst</a>&#8221; bezeichnete Machwerk.</p>
<p>Zwei Schuhe, auch Pumps genannt, unterhalten sich in Reimform miteinander. Redende Schuhe sind ein gängiger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Topos_%28Geisteswissenschaft%29" title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" target="_blank">Topos</a> &#8211; zumal wenn sich die Sohle im vorderen Bereich löst &#8211; und von daher nicht so ungewöhnlich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.<br />
<span id="more-254"></span><br />
Der rechte Schuh behauptet, dass es immer besser (<em>better than what?</em>) sei, schlechtes Englisch zu sprechen, woraufhin der linke Schuh die Aussage zu einem Reim ergänzt, indem er hinzufügt, dass dies ja auch stets lustiger sei, als es die deutsche Sprache jemals sein könne. Eine wilde Behauptung, eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chauvinismus" title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" target="_blank">schuhvinistische</a> noch dazu, da behauptet wird, eine Sprache sei grundsätzlich besser als die andere. Welch ein Irrtum!, da ja erst die <a href="http://www.goethe.de/lrn/pro/sds/deindex.htm" title="Die Stadt der Sprachen" target="_blank">Vielfalt an Sprachen</a> die Vielfältigkeit menschlichen Denkens artikulierbar und wahrnehmbar macht. &#8220;Je mehr Sprachen du sprichst, desto größer bist du als Mensch&#8221;, sagt ein georgisches Sprichwort.</p>
<p>Andererseits wird die obige zweigeteilte Meinung einem Schuhpärchen in den Mund gelegt, Verzeihung: in die Münder, die ansonsten nur mit einem leeren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schuhanzieher" title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" target="_blank">Schuhlöffel</a> gefüttert werden. Was soll dabei schon herauskommen? Das verleitet mich zu der Annahme, dass man sich nicht jeden Schuh anziehen muss. Hab ich aber. Stattdessen lese ich diesen Text nun ironisch gebrochen (&#8220;Es ist doch alles nicht so gemeint!&#8221;) und freue mich darüber, dass eine vormals graue Wand mich zum Nachdenken animiert hat. Und das ist doch schon mal was!</p>
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		<title>Eindeutschung Februar&#8217;08</title>
		<link>http://www.deutschlandpuls.de/eindeutschung-februar08-238</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 13:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michel Deutscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf gut Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Anglizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Auskunft]]></category>
		<category><![CDATA[Eindeutschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ergebnis: Im Januar hatte die Aktion Lebendiges Deutsch eine Eindeutschung des englischen “Jackpot” gesucht. Die Jury hat sich anhand der 2700 Einsendungen für “Glückstopf” entschieden, was meines Er8ens ein bisschen sperrig klingt. Empfehlung: Für Februar macht die Aktion den Vorschlag, statt “Service Point” einfach “Auskunft” zu sagen &#8211; wie sie schon 150 Jahre geheißen hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ergebnis</strong>: Im Januar hatte die Aktion Lebendiges Deutsch eine Eindeutschung des englischen “Jackpot” gesucht. Die Jury hat sich anhand der 2700 Einsendungen für “Glückstopf” entschieden, was meines Er8ens ein bisschen sperrig klingt.</p>
<p><strong>Empfehlung</strong>: Für Februar macht die Aktion den Vorschlag, statt “Service Point” einfach “Auskunft” zu sagen &#8211; wie sie schon 150 Jahre geheißen hat. Da geh ich voll mit! Das sind nur zwei statt drei Silben, was einem bei Zeitnot auf dem Bahnhof nur zugutekommen kann.</p>
<p><strong>Eindeutschung</strong>: Was ist eine “Hotline”? Meinungen und Vorschläge bitte bis zum 23. Februar 2008 an die <a href="http://www.aktionlebendigesdeutsch.de/wortdm.php">Aktion Lebendiges Deutsch</a>, Stiftung Deutsche Sprache.</p>
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		<title>Holocaust</title>
		<link>http://www.deutschlandpuls.de/holocaust-15</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 07:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Glossix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf gut Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Gut gemeint]]></category>
		<category><![CDATA[Holokaust]]></category>
		<category><![CDATA[Shoa]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ja nicht neu, aber nun kann ich es nicht mehr hören, dieses Wort: Holocaust. Mag sein, dass man sich nicht über ein Wort aufregen soll. Was wiegt es schon im Vergleich zu dem, was es bezeichnen soll. Trotzdem &#8211; nein, gerade deswegen ist der Zorn angebracht, notwendig. Wenn ein Geschehen schon nicht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/deutschlandpuls/2205152392/" title="Davidstern von deutschlandpuls bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2027/2205152392_effb3f561e_m.jpg" alt="Davidstern" height="180" width="240" /></a></p>
<p>Es ist ja nicht neu, aber nun kann ich es nicht mehr hören, dieses Wort: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holokaust" title="Wikipedia, die freie Enzyklopädie" target="_blank">Holocaust</a>.</p>
<p>Mag sein, dass man sich nicht über ein Wort aufregen soll. Was wiegt es schon im Vergleich zu dem, was es bezeichnen soll. Trotzdem &#8211; nein, gerade deswegen ist der Zorn angebracht, notwendig.</p>
<p>Wenn ein Geschehen schon nicht in Worte zu fassen ist, dann kann und darf das keine Rechtfertigung dafür sein, mit der Sprache sorglos umzugehen. Solche Sorglosigkeit kann umschlagen in mangelnde Aufmerksamkeit gegenüber Warnsignalen für drohendes Unheil – und die wäre unverzeihlich.<br />
<span id="more-15"></span><br />
Ich bin ja nicht der erste, der dieses Wort kritisiert. Schon die Popularisierung des Wortes durch eine Fernsehserie, die dem Grauen mit den dramaturgischen Mitteln der <em>soap opera</em> beizukommen suchte (falls sie das wirklich wollte), war nicht nach jedermanns Geschmack. Und schon manch anderem leuchtete nicht ein, weshalb der industriell betriebene Völkermord ausgerechnet als &#8220;Brandopfer&#8221; bezeichnet werden solle. Welchem Gott wurde hier geopfert, als Bitte – oder gar Sühne – wofür? Wie man es drehen und wenden mag, das Wort ergibt keinen Sinn.</p>
<p>Was mich aber am meisten aufbringt, ist die deutsche Angewohnheit, das Wort auf englisch auszusprechen. So gut wie alle praktizieren das: Journalist wie Bundespräsident, Sonntagsredner und Meister des politischen Talk. Die griechische Herkunft sorgt bereits dafür, dass dieser Begriff wie der Terminus einer Fachsprache wirkt, die nichts mit uns und unserem Alltag zu tun hat. Aber mehr noch: Hat das Wort &#8211; selbst als Holocaust mit &#8220;au&#8221; gesprochen &#8211; hörbar nichts mit Deutsch(em) zu tun, so drücken ihm die englischen Laute vollends den Stempel des Fremden auf. <em>NOT made in Germany</em>, so scheint es.</p>
<p>Der Tod ist kein Meister aus Deutschland mehr, wenn er sprachlich in einer <em>lingua franca</em> verortet wird, also nirgends.</p>
<p>Unsäglich&#8230;</p>
<p>&#8230; findet ein (ausnahmsweise) zorniger Glossix.</p>
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